Donnerstag, 4. März 2010

Hobart

Um eventuellen Gerüchten, dass ich schon zum Buschmensch mutiert sei zu entgegnen, hier ein paar abschließende Bilder aus der schönen Hauptstadt Tasmaniens – Hobart. Den Höhepunkt einer jeden Woche stellt der “Salamanca” Markt dar.  Dieser lockt mit seinen Köstlichkeiten, Souvenirs und Musik Besucher aus aller Welt. 

Mittlerweile sind wir schon wieder auf dem australischen Festland in Melbourne angekommen. Hier werden wir uns bereits morgen wieder voneinander trennen. FloH will noch etwas arbeiten gehen und sich einige Dinge in Victoria anschauen welche ich bereits im Januar erkunden konnte… Meine Reise führt mich an die einsame Westküste nach Perth. - Weiteres gibt es also von dort.

Mittwoch, 3. März 2010

Amazing wilderness - South Coast Track

Wie schon angekündigt haben wir wieder 8 abenteuerliche Tage im Busch Tasmaniens verbracht und sind heil wieder zurückgekehrt. Morgens um 8:30Uhr am privaten Flughafen angekommen wurden noch kurz Personen sowie Gepäck gewogen und eingeladen. Dann ging es auch schon los… Nach einem atemberaubenden einstündigen Flug landeten wir in Melaleuca - einer landebahnähnlichen Schotterpiste mitten im Busch.. Von dort ging es trotz trüben Wetters und mit 22Kg(FloH) bzw. 27,5Kg(Ich) auf dem Rücken gleich los.(Das hohe Gewicht war neben der Campingausrüstung vor allem durch den nötigen(!) Technikkram, einiger Äpfel und 400g Schokolade zustande gekommen.^^)

Das Wetter war im allgemeinen nicht zu schlecht, hätte aber ein bisschen besser sein können. Gleich am ersten Tag mussten wir im strömenden Regen das Zelt aufbauen… Die folgenden Tage hielt das Wetter glücklicherweise größtenteils gut durch und es gab sogar ein paar richtig sonnige Tage. Am vorletzten Tag holte uns dann leider wieder eine größere Regenfront ein…

Gewandert wurde täglich zwischen 6 und 9 Stunden. Teils am und auf weißem Sandstrand, teils auf bis zu 1000m Höhe.

Geschlafen wurde jeden Tag im Zelt, denn Hütten gab es nicht. Neben dem Luxus der puren Natur hatten wir an jedem zum Campen vorgesehenen Platz nur den einer Toilettenluke im Boden…^^

Die Trackbedingungen waren mit denen bisheriger Tracks überhaupt nicht zu vergleichen. Da die Route recht spärlich begangen ist wird sich auch mit der Instandhaltung und Aufbereitung zurückgehalten. Brücken gab es keine – alles wurde übersprungen oder durchlaufen(Lediglich eine Überquerung mittels Boot). Laufstege gab es nur sehr selten – es wurde also durch den kniehohen Schlamm gewatet, oder von Wurzel zu Baumstamm gesprungen und auf allen vieren gekrochen… - aber gerade diese Bedingungen, sowie das Gefühl der völligen Abgeschiedenheit an der südlichsten Küste Australiens, über 100km von der nächsten Möglichkeit Hilfe zu bekommen entfernt, machten für uns den Reiz aus diese Tour zu unternehmen – und es hat sich auf jeden Fall gelohnt. – Seht selbst:

Sonntag, 21. Februar 2010

South Coast Track

Am kommenden Montag (22.02.) beginnt nun leider schon der letzte Track unseres Tasmanien Aufenthalts – der South Coast Track.

Um 8Uhr morgens fährt uns ein privates Shuttle zum Flughafen, von dort wird uns eine kleine Maschine gegen 9.00Uhr mitten in den Busch fliegen, von dort aus führt uns der Tack über 100km an der Küste entlang wieder in Richtung Zivilisation.

Ein solches Unternehmen möchte selbstverständlich wieder gut geplant sein. Daher besorgen wir heut noch ausreichend Lebensmittel(Wie immer größtenteils Nudeln und Haferbrei), checken und rüsten unser Equipment auf und pflegen unsere Füße für die kommenden 8 Tage ein wenig.

Da es im Anschluss am 02.03. schnellstmöglich zurück in Richtung Melbourne aufs australische Festland geht könnte es mit Bildern und Berichten ein paar Tage länger dauern…

Bis dahin, LG John

Samstag, 20. Februar 2010

Freycinet Peninsula

An unserem ersten Ruhetag nach dem Overland Track hatten wir kurzerhand beschlossen in der folgenden Woche eine kleine dreitägige  Wanderung auf der Freycinet Halbinsel zu unternehmen. Diese liegt an der Ostküste und bietet einige der schönsten Strände Tasmaniens. Das Wetter hat es gut mit uns gemeint und hätte fast nicht besser sein können…

Geschlafen haben wir 5 Schritte vom weißen Sandstrand entfernt. Beim Laufen quietschte dieser unter den Sohlen und beim Schlafengehen lagen uns die Meereswellen in den Ohren - einfach unbeschreiblich… Obendrein dinierten wir mit einigen ansässigen Wallabys.

Hier wie immer ein paar Bilder:

Dienstag, 16. Februar 2010

Port Arthur

Heute besuchten wir das ehemalige Gefängnis am Port Arthur. Von 1833 bis 1877 beherbergte das auf einer Halbinsel liegende Arbeitslanger über 2000 Verbrecher…

Sonntag, 14. Februar 2010

Overland Track

Wie bereits angekündigt haben wir die vergangenen anderthalb Wochen auf dem wohl bekanntesten Track Tasmaniens – dem “Overland Track” – verbracht.

Mit dem TassiLinkBus ging es quer durchs Land nach Cradle Mountain. Dort verbrachten wir vor Beginn noch 2 Tage auf einem Campingplatz um einige kleinere Wanderungen im Nationalpark zu unternehmen, an Rangerführungen teilzunehmen und eine Einrichtung für Tasmanische Teufel zu besuchen. Diese sehr brav anmutenden Katzenähnlichen Tierchen sind vorallem in der Dunkelheit sehr aktiv. Dann jagen sie sich und sorgen mit ihren Schreien für Gänsehaut.

Der tagelange Regen milderte unsere Vorfreude auf den Track ein wenig, aber dennoch brachen wir am 05.02. auf. Vor uns lagen 80km Haupttrack + einige Side Trips. Somit ein angenehmes Paket für 7-8 Tage mit 6 bis 9 Stunden Wanderung täglich.

Wetter: Bereits im Verlaufe des ersten Tages lockerten sich die Wolken und der befürchtete Regen blieb aus. Besser hätte das Wetter auch die folgenden Tage nicht sein können. Strahlend blauer Himmel und durchschnittlich 20-25°C. Lediglich am letzten Tag war es sehr Wolkenverhangen mit einigen Schauern. Aber selbst dies hatte einen sehr besonderen und mystischen Reiz.

Am 4. Tag lockte es mich trotz plagender Hitze über einen sehr steilen Aufstieg auf den Mt. Ossa - mit 1617m der höchste Berg Tasmaniens.

Gesichtete Tiere: unzählbare Eidechsen, 10 giftige Black-Tiger Snakes, Qualls(vlgbr. mit einer Mischung aus Maus und Eichhörnchen), Kängurus, Wallabys, Tasmanische Teufel, Opossum, Wombat, Fledermaus, div. Vögel und Blutegel.

Unterkunft: Geschlafen wurde wie immer in kleinen, stromlosen  Holzhütten mit Plumpsklo. Bei überfüllten Hütten hätte man außerdem die Möglichkeit gehabt zu Zelten.

Das Trink- und Wachwasser gab es aus der Regentonne. Gewaschen wurde sich entweder dort, oder an nahe gelegenen Flüssen und Seen.

Essen: Frühstück – Haferbrei mit Zucker und Rosinen; Mittag – Cracker, Nüsse, 1/2 Limette; Abendessen – Reis/Nudeln mit verschiedenen Tütensuppen.

Als Extra gab es jeden Abend 4 Stückchen Schokolade.^^

Die beeindruckende Landschaft kann ich jedoch leider nicht annähernd beschreiben, daher hier einige visuelle Eindrücke:

Montag, 1. Februar 2010

Welcome to Tasmania

Nach einer ersten super Rundreise durch halb Australien ging es nun zusammen mit FloH in den “kalten” Süden nach Tasmanien.

Am 26.01. landeten wir in Hobart, der Hauptstadt Tasmaniens.

Die Tagestemperaturen liegen um die 20°C und abends hat man neuerdings das Gefühl zu frieren. – Nach so langer Zeit unerträglicher Hitze ein echtes Highlight.^^

Nach zwei Tagen Stadterkundung und jeder Menge Planung für die kommenden Wochen, beschlossen wir einen dreitägigen Ausflug zum Stadtnahen Mt. Wellington zu unternehmen und dort zu Campen.

Der Aufstieg mit vollem Gepäck diente u.a. als Eingewöhnung für den bevorstehenden “Overland Track”. Diesen starten wir am 05.02. und er wird 8 Tage dauern.

Schon heute haben wir gepackt und eingekauft, da es bereits morgen mit dem Bus in den Norden nach Launcester und danach in den Nationalpark geht. Alles wurde wie immer nur auf das nötigste beschränkt. Der Speiseplan fällt aus Gewichts- und Platzgründen recht mager aus. – Haferbrei zum Frühstück und Reis/Nudeln mit Tütensuppe zum Abendessen… (…Ich freu mich also jetzt schon auf’s Steak danach;))

Ab 13.02 gibt’s dann hoffentlich viele gute Bilder vom Track.

Bis dahin. LG John